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Montag, 15. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 4 - Von Kaiteriteri nach Westport (23.04.2017)

Kaiteriteri

Nach einiger Zeit der Überlegung und der Recherche im Internet muss ich leider an dieser Stelle sagen, dass es über das kleine Dorf Kaiterteri nicht viel zu berichten gibt.
Das Dorf besteht hauptsächlich aus Unterkünften, einem kleinen Einkaufsladen und Restaurants. Doch warum schreibe ich dann über Kaiteriteri und warum haben wir dort für die Nacht gestoppt?
Es lohnt sich einfach den Strand und die Umgebung Kaiteriteris mal gesehen zu haben, wie folgende Bilder beweisen.






Auf in Richtung Westport

Pünktlich um 10:30 Uhr rollte der Bus los und wir fuhren entlang des Abel-Tasman-Nationalparks gen Süden.
Der einzige Erwähnenswerte Stop auf der ca. 300km langen Strecke ist Lake Rotoiti. Der mit ca. 15 Quadratkilometer große See war perfekt für unsere "Mittagspause" geeignet.


In Westport angekommen hatten wir dann Zeit uns um unser Abendbrot zu kümmern und danach ging es an den Strand. Doch was will man im dunklen am Strand?
Unserer Busfahrer hatte uns am Abend dazu eingeladen, ein Feuer am Strand zu machen, da er die dazu nötige Lizenz hat. Und als weitere kleine Überraschung brachte er noch Marshmallows mit.


Dieses Bild stammt wirklich von diesem Abend, aber leide habe ich es nicht aufgenommen. 

Samstag, 13. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 2 & 3 - Von Christchurch über Nelson nach Kaiteriteri (21. und 22.04.2017)

Von Christchurch nach Nelson? (21.04.2017)

Am Morgen des 21. Aprils war es dann endlich soweit und meine Reise mit "KiwiExperience" sollte beginnen.
Laut Büro des Reiseveranstalters sollte mich der Bus um 07:30 Uhr abholen. Pünktlich, wie es sich für einen Deutschen gehört, stand ich bereits 15 Minuten eher bereit. Die Zeit verging, aber es kam kein Bus. Also schaute ich noch einmal in den Busfahrplan. Dieser zeigte mir eine Abfahrtszeit von 07:40 Uhr, allerdings war es zu diesem Zeitpunkt schon später. 
Genau um 08:00 Uhr rief ich dann das Büro von "KiwiExperience" an, um mich zu erkundigen, wo der Bus denn sei. Den Anruf hätte ich mir allerdings auch sparen können, denn genau in diesem Moment kam ein grüner Bus auf mich zugefahren um mich "einzuladen". 
Fairer Weise muss man an dieser Stelle einmal sagen, dass sich während meiner gesamten Reise lediglich zwei Buse verspätet hatten. 

Der erste Tag an Bord war allerdings nicht sonderlich spannend, da die Strecke mit reichlich 450km für neuseeländische Verhältnisse lang ist und die Fahrer sich an ihre Lenkzeiten halten müssen, so dass wenig Zeit für besondere Abstecher war. 
Ich hatte also ausreichend Zeit, um meine Nase an die Fensterscheibe zu drücken und die Landschaft zu genießen. Eventuell bin ich dabei auch ab und zu eingeschlafen, aber das tut jetzt hier erst einmal nicht viel zur Sache. 



Auch wenn ich es vorher nicht für möglich gehalten hätte, wurde der Tag dann doch noch einmal aufregend. 
Als wir am Nachmittag in Nelson angekommen waren, fragte ich den Fahrer, wann mein Bus am Folgetag nach Kaiteriteri losfährt. Er schaute mich jedoch nur verdutzt an und teilte mir mit, dass ich bereits vorher, bei einem kurzen Zwischenstopp, den Bus hätte wechseln müssen. 
Ich wies dann auf den Reiseplan im Internet hin, der meiner Auffassung jedoch recht gab.
Das Ende vom Lied war, dass am nächsten Tag ein anderer Bus extra in Nelson stoppt, um mich mitzunehmen. 
Auch wenn es in diesem Moment recht blöd für mich war, bin ich jedoch im Nachhinein ganz froh über meinen extra Stopp, denn so konnte ich die Stadt Nelson sehen. 
Viel passierte an diesem Tag dann auch nicht mehr, denn meine "Neuplanung" der Reiseroute dauerte eine ganze Weile. 
Allerdings hatte ich gerade so noch genug Zeit, um mir den Sonnenuntergang am Hafen von Nelson anzuschauen.


Von Nelson nach Kaiteriteri (22.04.2017)

Da mich der Bus erst nachmittags am Hostel abholen sollte, nutze ich den Vormittag, um in Ruhe durch Nelson zu laufen.
Viel zu sehen gibt es in Nelson jedoch nicht, so dass mein Spaziergang durch die Stadt relativ schnell sein jähes Ende fand.

Da ich immer noch genügend Zeit hatte, bin ich also in die nächst beste Touristeninformation und habe mich nach Wanderwegen erkundigt. Am Ende habe ich mich dann für "The Centre of New Zealand" entschieden. Dieser Wanderweg führt auf einen der höheren Hügel um Nelson und ermöglicht einem, das Stadtgebiet von oben zu sehen.


Die Frage die sich mir beim "The Centre of New Zealand" (deutsch:"Das Zentrum Neuseelands") jedoch stellt ist, ob es wirklich der Mittelpunkt des Landes ist.
Die ersten europäischen Siedler bestimmten Nelson als Zentrum. Jedoch waren die Messmethoden um 1870 noch nicht so weit fortgeschritten, so dass sich die damaligen Forscher um ein paar Kilometer vertan haben. 1962 fand man dann das tatsächliche Zentrum Neuseelands. Es liegt ungefähr 40km entfernt von Nelson, nahe Spooners Range.

Pünktlich um 15:30 Uhr wurde ich dann vom Bus abgeholt und es ging ins circa 60km entfernte Kaiteriteri.
Bei einer Übertragung eines Rugby Ligaspieles haben wir dann den Tag ausklingen lassen.

Freitag, 12. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 1 - Von Auckland nach Christchurch (20.04.2017)

Um von Auckland auf die Südinsel zu kommen gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Dank eines Angebots der neuseeländischen Fluggesellschaft "AirNewZealand" wurde mir diese Entscheidung jedoch sehr leicht gemacht.

Christchurch

Um auf Nummer sicher zu gehen bin ich, bereits einen Tag vor meinem eigentlichen Reisebeginn mit "KiwiExperience", nach Christchurch geflogen. Dank meines sehr zeitigen Fluges hatte ich ausreichend Zeit um mir die Stadt einmal in Ruhe anzuschauen.
Mit knapp 350.000 Einwohnern zählt Christchurch nicht zu den großen Städten dieser Welt, aber immerhin reicht es für die drittgrößte Stadt Neuseelands (nach Auckland und Wellington) und für die größte Stadt auf der Südinsel.
Immer wieder läuft man in Christchurch durch kleine und große Gärten, welche der Stadt den Beinamen "The Garden City" (Die Garten Stadt) verleihen.

Garten in Christchurch

Die Besiedelung der Stadt durch Europäer im 19. Jahrhundert erkennt man häufig sehr gut an der Architektur.


Das es in der Region um Christchurch immer wieder zu Erdbeben kommt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Am 22.02.2011 kam es zu einem der schlimmsten Erdbeben in der Geschichte der Stadt.
Das Erdbeben mit einer Stärke von 7,1 auf der Richter-Skala zerstörte nicht nur unzählige Häuser, sondern kostete auch 185 Menschen das Leben.
Trotz vieler Baumaßnahmen sieht man auch heute noch zerstörte Gebäude.

ehemalige anglikanische Kathedrale

"Re:Start Mall"

Ein Einkaufszentrum in der Innenstadt wurde dabei so sehr zerstört, dass es später sogar komplett abgerissen werden musste.
Als Übergangslösung wurden zahlreiche Schiffscontainer gekauft und zu Einkaufsläden und Bistros umgebaut.
Im Laufe der Zeit wurde aus dieser Behelfskonstruktion aber eine dauerhafte Lösung, die inzwischen sogar als Sehenswürdigkeit der Stadt Christchurch angesehen wird und in vielen Reiseführern zu finden ist.

Luftaufnahme der "Re:Start Mall"

Donnerstag, 11. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 0 - Einleitung

Wie und warum?

Aus verschiedenen Gründen hatte ich mich bereits vor einiger Zeit schon dagegen entschieden, die Südinsel Neuseelands mit meinem Auto zu bereisen. 
An dieser Stelle kamen mir die Angebote des Reiseunternehmens "KiwiExperience" sehr gelegen. Das Unternehmen bietet Touren, speziell für junge Menschen, durch ganz Neuseeland an. 
Bei "KiwiExperience" handelt es sich nicht um vollkommen durchorganisierte Reisen, sondern hauptsächlich um den Transport von A nach B.

Groß, grün und nicht zu übersehen - ein Bus von "KiwiExperience"
Neben dem verhältnismäßig günstigen Transport bietet "KiwiExperience" auch noch Rabatte bei diversen Aktivitäten und Unterkünften an. Zudem halten die Busse auch an Aussichtspunkten, Wanderwegen und verschiedensten Attraktionen auf dem Weg.
Die Busfahrer von "KiwiExperience" bringen einen nicht nur sicher ans Ziel, sondern sie wissen auch extrem viel über ihr Land zu berichten. Von interessanten Informationen bis hin zu lustigen Geschichten der Einheimischen. Zudem kennen sie die Straßen des Landes wie ihre Westentaschen und navigieren den Bus so ohne jegliches Kartenmaterial.


Weil meine fast drei wöchige Reise den Rahmen eines einzigen Eintrages "sprengen" würde, wird es für fast jeden Tag, einen mehr oder weniger kurzen Eintrag geben. Eventuell werde ich auch ein paar Tage zu einem Post zusammenfassen. 

Montag, 27. März 2017

Auf in Richtung Süden

Neuseelands Straßen

Bereits in meinem letzten Blog Eintrag habe ich schon einiges über die Straßen Neuseelands berichtet und das möchte ich auch dieses Mal wieder tun.
Den Beginn macht dabei ein Hund, der auf einem State Highway umherlief. Ich konnte Gott sei Dank noch ausweichen, ansonsten hätten jetzt sowohl mein Auto als auch der Hund eine dicke Beule.
Und wenn wir einmal bei der Tierwelt sind, möchte ich mich auch gleich bei dem kleinen Vogel entschuldigen den ich überfahren habe. Auf der anderen Seite hätte er auch nicht vor meinem fahrenden Auto landen müssen.
Entlang des State Highway 1 kann man sehr gut beobachten, wie sich die Natur Neuseelands verändert. Dabei kann man an Steppen, schneebedeckten Bergen und nicht zu vergessen, vielen Wäldern vorbeifahren.

"Ruapehu"

East Cape

Schaut man sich einmal die Nordinsel Neuseelands auf einer Karte an, dann wird man im Osten schnell ein Kap entdecken, das East Cape. Zu Beginn meiner letzten Reise hat es mich auch dahin verschlagen und ich bin gut 350 km entlang der Ostküste gefahren. Man kann diese Fahrt sicherlich schnell "über die Bühne bringen", aber bei den wunderschönen Ausblicken muss man einfach ständig anhalten und Fotos machen.



Tui Brauerei

In dem verschlafenen Örtchen Mangatainoka am State Highway 2 steht eine kleine Brauerei, die das in Neuseeland bekannte "Tui Beer" braut. Daran konnte ich natürlich nicht vorbeifahren und habe an einer Führung teilgenommen.
Man könnte jetzt behaupten, dass nur deutsche Bier brauen können, aber das stimmt nicht. Wenn man nämlich Neuseeländern eine deutsche Brauanlage gibt, dann können die das auch ziemlich gut. Das ist auch bei Tui der Fall, denn seit Anfang des Jahres wird, mit einer in Deutschland gefertigten Brauanlage, gebraut. Diese kam über den Seeweg in 15 Schiffscontainern und mit zwei deutschen Ingenieuren im Gepäck nach Neuseeland.



Bis vor einiger Zeit war Tui nicht nur für Bier bekannt, sondern auch für lustige Werbungen. Nach einer Gesetzesänderung ist es jedoch verboten, jegliche Form des Alkohols im Fernsehen zu bewerben. Glücklicher Weise kann man sich einen Zusammenschnitt in der Tui Brauerei anschauen.

Wellington

An der Südspitze der Nordinsel ist die Hauptstadt Neuseelands: Wellington. Trotz der geringen Population von knapp 200.000 Menschen gibt es einiges zu sehen.
Eine Attraktion ist das "Cable Car". Dabei handelt es sich um einen Straßenbahnwagen, der an einem Seil einen Berg hochgezogen wird. Während der Fahrt kann man super einen Blick über Wellington erhaschen.

Ausblick auf Wellington

Cable Car

Das neuseeländische Nationalmuseum "Te Papa Tongarewa" beinhaltet die Geschichte Neuseelands von den ersten Maori bis zur Neuzeit auf sechs Ebenen. Das Museum wurde 1998 eröffnet und zählt jährlich rund eine Million Besucher. Erstaunlicher Weise ist die Hauptausstellung für jeden kostenlos zugänglich. Auch diese Attraktion in Wellington habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Auch wenn es sich bei Folgendem nicht um eine Sehenswürdigkeit oder Attraktion handelt, finde ich dennoch, dass es erwähnenswert ist.


"Chicken Waffle" - Hühnchen mit Waffel und süßem Sirup bekommt man schließlich nicht alle Tage zu sehen beziehungsweise zu essen.

Whakarewarewa

Was zuerst nach einem "Zungenbrecher" klingt, ist ein kleines Maori-Dorf in Rotorua. Bekannt ist die sechzig Einwohner Siedlung vor allem durch unzählige Thermalquellen und Geysire.
Auch wenn es erst einmal alles normal klingt, "sagte mein Nase" da etwas anderes, denn Aufgrund des hohen Schwefelgehaltes der Quellen muffelt es in ganz Rotorua nach verfaulten Eiern. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich jedoch halbwegs daran.
Der größte der derzeit 7 aktiven Geysire, der "Pohuto", erreicht dabei eine Höhe von 30 Metern.

Geysire - links: "Pohuto"; rechts: "Prince of Whales"

Das ganze Dorf ist mit Gehwegen und Zäunen versehen, um sicher zu gehen, dass kein Einheimischer oder Tourist in einer der über 500 heißen Quellen tritt. Der daraus entstehende "kochende" Schlamm verhält sich ähnlich wie Treibsand und zieht einen nach untern, während man wahrscheinlich schmerzhaft verbrennt.

Hot Pool

Maori leben schon seit vielen Jahrhunderten in diesem Dorf und sie haben sich die heißen "Pools" zu nutzen gemacht.
Zum einen verdienen sie Geld mit den Touristen, die Tag ein Tag aus zu Besuch kommen.
Zum anderen werden die heißen Quellen zum Beispiel zum Kochen von Gemüse genutzt, jedoch nur Gemüse. Würde man Fleisch in den "Pools" kochen, dann würden sie durch eine chemische Reaktion detonieren.

Sonntag, 29. Januar 2017

Nordtrip

 Auto fahren in Neuseeland

Während meines Nordtrips bin ich ca. 1200km Auto gefahren. Das ist für insgesamt sieben Tage nicht viel, zumindest wäre es das auf deutschen Straßen nicht. In Neuseeland sieht das doch etwas anders aus. Mehrspurige Motorways gibt es nur um die wirklichen großen Städte wie Auckland und Wellington. Der Rest des Landes ist mit einigen Statehighways durchzogen, die durchaus den Landstraßen in Deutschland ähneln, allerdings sind diese kurvenreicher und nicht immer gut ausgebaut.
Auch Tiere machen das Fahren nicht besser. So kann es schon einmal passieren, dass Kühe auf der Fahrbahn stehen und einen schief angucken, wenn man langsam auf sie zugerollt kommt. Auch muss man oft lebendigen und toten Nagern auf der Straße ausweichen.
Und das wahrscheinlich schlimmste für einen Deutschen ist das generelle Geschwindigkeitslimit von 100km/h...

Kiwis

Das Wort "Kiwi" hat verschiedene Bedeutungen. Da gibt es zum Einen die Früchte, die man auch im heimischen Deutschland im Supermarkt kaufen kann. Dann gibt es noch die Einwohner Neuseelands, die ebenfalls "Kiwis" genannt werden und zu guter Letzt gibt es noch die Kiwi-Vögel.
Diese Vogelart ist nur in Neuseeland heimisch. Doch wie lange noch?
In Whangarei (ca. 150km von Auckland entfernt) gibt es das "Kiwi North". Diese Einrichtung kümmert sich um den Erhalt der Kiwi-Vögel. Neben einer Aufzuchtstation gibt es noch ein Museum und einige andere Dinge zu sehen, doch zurück zu den Kiwis.
In ganz Neuseeland gibt es noch circa 68.000 Kiwi-Vögel. Das klingt erst einmal nach vielen Tieren, doch jede Woche sterben etwa 20.
Die Hauptfeinde des flugunfähigen Vogels sind vor allem Haustiere, wie Hunde und Katzen, denn sie jagen die Vögel.
Gegen das Aussterben wird jedoch einiges getan. Seit einigen Jahren gibt es Gesetze, die zum Beispiel Hunde in Wäldern verbieten. Aber auch gegen gefährliche Bakterien wird viel getan. So muss man zum Beispiel in vielen Wäldern seine Schuhe putzen und desinfizieren, bevor man einen Wald betritt.
Aber auch private Organisationen helfen, um das Aussterben zu verhindern, wie zum Beispiel das "Kiwi North". In der Aufzuchtstation werden Kiwi-Pärchen groß gezogen, um dann später in der Natur ausgewildert zu werden.  

Ostküste

Zu Beginn meines Nordtrips habe ich mich mal wieder der wunderschönen Natur Neuseelands gewidmet und habe einige Wälder und Strände entlang der Ostküste angefahren. Viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, denn die Bilder zeigen eigentlich alles.

Yachthafen von Tutukaka
Matapouri Bay I
Matapouri Bay II

Die Geschichte Neuseelands

Neuseeland wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts von Polynesiern entdeckt, als neue Heimat auserwählt und besiedelt. Aus diesen ersten Siedlern entstand das Volk der Maori, dass auch noch heute existiert.
1642 entdeckte der Niederländer Abel Tasman Neuseeland bei einer seiner Expeditionen. Nach der ersten blutigen Begegnung mit den Ureinwohnern wurde die Erkundung Neuseelands jedoch abgebrochen. In den nachfolgenden Jahren wurde immer wieder Expeditionen nach Neuseeland unternommen, bis es Kapitän James Cook und seinem Gefolge gelang, sich friedlich mit den Maori zu einigen.
Der Handel und die Einreise nach Neuseeland blühten, doch das führte zu weiteren Problemen, so dass  1832 James Busby geschickt wurde, um eine endgültige und langanhaltende Lösung zu finden.
Dabei kam es zu den Waitangi-Verträgen, die von den Kolonialisten und den Stammesoberhäuptern der Maori unterzeichnet wurden.
Die Kolonie Neuseeland war geboren.
Doch zurück zu meiner Reise. Auf meiner Tour nach Norden habe ich die Waitangi Treaty Grounds besichtigt. Dieses Areal beinhaltet neben einem Museum auch viele weitere kleine Sehenswürdigkeiten, die Maßgebend für die Entwicklung Neuseelands waren.  



Hoch im Norden

Wenn man dem Statehighway 1 immer weiter nach Norden folgt, dann kommt man am Cape Reinga an, dem nördlichsten Punkt Neuseelands. An sich ist es nicht wirklich spektakulär, denn neben einer wunderschönen Aussicht und einem kleinen Leuchtturm gibt es erst einmal nicht viel mehr zu sehen, glaubt man. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass sich am Cape Reinga zwei riesige Gewässer treffen. Der Pazifik und die Tasmansee. Beeindruckend daran ist, dass nicht alle Wellen in einer Richtung verlaufen, sondern sie auf einander zurollen.

Cape Reinga

Pazifik und Tasmansee

Wüste

Die Natur in Neuseeland ist äußerst facettenreich. Neben vielen Stränden, Wäldern und Berggebieten gibt es im Norden Neuseelands auch noch viel Sand. Dabei handelt es sich nicht um einen besonders großen oder besonders langen Strand, sondern um mehrere Quadratkilometer Sanddünen.

Sanddünen

viel Sand...
noch mehr Sand...
Ninety Mile Beach

An der Nordwestküste Neuseelands befindet ein extrem langer Strand, der durch viele Geschehnisse und natürlich seine länge bekannt ist.
Doch ist der Ninety Mile Beach wirklich 90 Meilen lang? Um dieser Frage auf den Grund zugehen, habe ich mich mit einem Zollstock bewaffnet zum Strand begeben...Das habe ich natürlich nicht gemacht, denn ich wusste vorher schon, dass es einige Meilen weniger sind. In Wahrheit ist der Ninety Mile Beach nämlich nur 55 Meilen lang, was ungefähr 88km entspricht.
Offiziell ist der Strand als Fernverkehrsstraße ausgelegt, allerdings wird die Befahrung nicht empfohlen. Viele Autos sind schon im Sand stecken geblieben oder wurden von den Wellen ins Wasser gespült. Übrigens fährt kein Abschleppdienst auf den Ninety Mile Beach.

Die ältesten Bäume der Welt

Im Glauben der Maori gibt es für so ziemlich alles einen Gott. So haben auch die Kauri-Bäume einen Gott, der dem Mythos nach, Licht und Leben auf die Erde gebracht hat.
Die Kauri-Bäume sind laut Guinness Buch der Rekorde, die größten Bäume auf der Welt. Mit einer Höhe von über 50m und einem Stammumfang von mehr als 13m sind sie auch irrsinnig groß.

"Tane Mahuta" - der größte lebende Kauri-Baum
"Four Sisters"

Mittwoch, 11. Januar 2017

Der Traum vom Eigenheim

Wenn man ein Land bereisen will, braucht man entweder eine Unterkunft mit strategisch guter Position oder einen fahrbaren Untersatz. Ich habe mich dann einfach für eine Kombination aus beidem entschieden und so bin ich nun stolzer Besitzer eines Honda Odyssey aus 2002 mit einem integrierten Bett.

Honda Odyssey

Für die interessierten Leser noch ein paar Fakten zum Auto:
- 2,3 Liter 4 Zylinder Benzinmotor mit ca 150 Ps
- ca 192.000 km Laufleistung
- Automatikgetriebe
- elektrische Fensterheber
- 2 Zonen Klimaautomatik
- Radio und Multifunktionslenkrad
- Tempomat



Die beiden hinteren Sitzreihen sind umgeklappt bzw. im Boden eingelassen, so dass ein Holzgestell als Bett darüber passt. Darunter ist viel Platz zum Verstauen von Gegenständen, die man auf einer Reise so braucht. Zudem kann man innen Gardinen anbringen, um nachts ungestört schlafen zu können. An den mittleren Fenstern ist jeweils ein Fliegennetz angebracht, um ungebetene Insekten fern zu halten. Allerdings braucht meine Konstruktion mit viel Panzertape noch einmal eine Überarbeitung.

Auch für mein leibliches Wohl ist gesorgt, so habe ich eine Box mit Lebensmitteln auf und eine Kühlbox vor dem Beifahrersitz. Dazu gehört auch noch ein Campingkocher und ein paar weitere Küchenutensilien. 
In zwei weiteren Boxen habe ich meinen ganzen Kleidungsstücke und Körperpflegeartikel verstaut.

Um meines neues "Heim" zu testen, war ich für eine Nacht auf dem Campingplatz Te Haruhi Bay im nahgelegenen Shakespeare Regional Park.

Dort angekommen habe ich mich dann auf eine mehrstündige Wanderung durch den Park gemacht und endlich habe ich sie gefunden: Schafe. 


MÄÄÄÄÄÄÄH

Die erste Nacht in meinem Auto habe ich sehr gut überstanden. 

Der Roadtrip kann also losgehen!