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Mittwoch, 24. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 11 - Von Queenstown über Milford Sound nach Invercargill (30.04.2017)

Auf zu den Fjorden

Der Tag startete wieder einmal früh, denn es sollte viel zu sehen geben und rund 550km Fahrt lagen ja auch noch vor uns.
07:00 Uhr morgens war es natürlich noch dunkel und so konnten wir die ersten 2 Stunden im Bus noch einmal schlafen, bis wir unseren ersten Stopp machten. Neben der Raststätte gab es noch ein paar lustige Tiere zu sehen.

Alpakas
Der nächste Stopp waren die "Mirror Lakes". Die Seen sind für ihre Spiegelungen bekannt. Außerdem findet man hier viele einheimische Vögel, wie die Maori-Ente oder Augenbrauenente, wieder.
Auf unseren weiteren Fahrt zu den Fjorden haben wir noch einige Male kurz gehalten, allerdings gibt es dazu jetzt einfach mal nur Bilder.





Milford Sound

Der Fjord ist wohl einer der bekanntesten Attraktionen und gehört zu den Dingen, die man in Neuseeland einmal gesehen haben muss. Milford Sound erstreckt sich über 15 Kilometer und wurde während der Eiszeit durch Gletscherbewegungen geformt. An den Seiten des Fjordes ragen Felsen mit bis zu 1200 Metern in die Höhe.
Wenn es im Gebiet des Milford Sounds regnet, entstehen Dutzende Wasserfälle entlang der Felsen. Wenn man eine Bootsfahrt gebucht hat, kann man diese also bei jedem Wetter genießen.





Invercargill

Nachdem wir erfolgreich wieder an Land gekommen waren, ging es zurück in den Bus und dann hieß "Kilometer schrubben". Da der Großteil der Mitreisenden wieder zurück nach Queenstown fuhr, mussten wir den Bus wechseln, um nach Invercargill zu gelangen. Diesmal habe ich das Umsteigen auch mit Bravur gemeistert.
Invercargill beherbergt gut 50.000 Menschen und ist die westlichste und südlichste Stadt Neuseelands  und damit auch die am südlichsten gelegene Stadt im Commonwealth of Nations. Da ich jedoch nur eine Nacht dort verbracht habe, mehr hätte sich vermutlich auch nicht gelohnt, gibt es an dieser Stelle nichts mehr zu schreiben.



Samstag, 20. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 9 & 10 - Von Wanaka nach Queenstown (28. & 29.04.2017)

Wanaka

Mit circa 6500 Einwohnern gehört Wanaka eher zu den kleineren Städten Neuseelands. Viele Touristen findet man trotzdem und dies ist dem gleichnamigen See zu verdanken.
Lake Wanaka ist mit 192 Quadratkilometern das viertgrößte Gewässer Neuseelands und bietet einen wunderschönen Blick auf die umliegende Natur.
Ein weiterer Höhepunkt des Sees ist "Der Baum". Das Holzgewächs ist ein Magnet für Asiaten mit großen und teuren Kameras. Warum das so ist, würde ich auch gerne wissen, aber so richtig scheint das wohl keiner zu wissen.
Auf jeden Fall steht der Baum im Wasser wenn Flut ist und ansonsten kann es durchaus vorkommen, dass ein Hund sein...
Gut. Also halten wir fest, es gibt einen berühmten Baum in Wanaka der im gleichnamigen See steht und von Touristen umzingelt wird.




Wanaka entstand während des großen Goldrausches im 19. Jahrhundert. Die Förderung von Gold war ein Segen für die Region und prägte sie auch. 

Cromwell - Zeit für frisches Obst

Auch Cromwell profitierte von Gold und den zuwandernden Menschen. Allerdings gab es irgendwann kaum noch Gold zu finden. Daraufhin geriet die Stadt in eine finanzielle Krise und suchte nach neuen Ideen, um wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Da die Region um Cromwell bekannt für seine Landwirtschaft ist, machte man sich das zu Nutze. Als die "Fruchtschale des Südens" wird Cromwell heute bezeichnet und ist berühmt für den Anbau von Obst und Wein. Auch wir stoppten an einer Farm, um Früchte verschiedenster Art zu kaufen, wenn wir denn wollten.  

Queenstown die Abenteuerstadt

Die gut 12.000 Einwohner Queenstowns verdienen ihr Geld hauptsächlich mit Touristen, teuren Getränken und waghalsigen Attraktionen. Mal abgesehen von ein paar hübschen Wanderwegen, kann man in Queenstown auch nicht viel mehr machen. Für den schmalen Geldbeutel ist es also nichts. Dennoch ist Queenstown gut besucht mit Reisenden aus aller Welt. Da ich aber in einem der nächsten Einträge mehr über Queenstown zu berichten habe, soll es das an dieser Stelle auch erst einmal gewesen sein. 

Donnerstag, 18. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 8 - Von Franz Josef nach Wanaka (27.04.2017)

Der frühe Vogel...

Die Sonne war noch nicht aufgegangen, aber dennoch saßen alle pünktlich um 07:00 Uhr morgens abfahrbereit im Bus. 300 Kilometer Fahrt lagen vor uns und dazu noch einige Stopps. 
Nach circa 30 Minuten erreichten wir Lake Matheson. Mit einer Breite von rund 200m und einer Länge von rund 600m ist der See nicht besonders groß. Allerdings ist er mit circa 14.000 Jahren doch recht alt. Der See entstand als der Fox-Gletscher "wanderte" und dabei eine Senke hinterließ. Doch das macht den See immer noch nicht wirklich besonders.
Spannend wird es erst, wenn man einen der Aussichtspunkte erreicht und sich Mount Cook und Mount Tasman auf der Wasseroberfläche spiegeln.
Um diese gute Sicht zu bekommen muss man jedoch eine gute halbe Stunde laufen (und zurück auch wieder), was aber perfekt für uns war um aufzuwachen.  



Wasser von oben

Auch wenn man es jetzt vermuten könnte, geregnet hat es glücklicher Weise nicht. 
Unser nächster Stop waren die "Thunder Creek Falls". Der Wasserfall ist 28m hoch und wird von geschmolzenen Gletschereis gespeist. Das Wasser fließt dann in den "Haast River" und mündet schlussendlich in die Tasmanische See.


Lake Hawea

Lake Hawea ist mit 141 Quadratkilometern der kleinste der 5 Gletscherseen in Neuseeland und ist fast vollständig von Gebirgen umschlossen.


Nun war es auch nicht mehr weit bis Wanaka, aber dazu mehr im nächsten Eintrag.




Mittwoch, 17. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 6 & 7 - Von Lake Mahinapua nach Franz Josef (25. & 26.04.2017)

Auf zum Gletscher

Nachdem wir das Frühstück im Lake Mahinapua Hotel genossen haben (Bacon, Pancakes,...), ging es um 10:30 Uhr wieder auf den Highway.
Auf der circa 90 minütigen Fahrt hielten wir nur kurz am Lake Ianthe, bevor es weiter in Richtung Franz Josef ging.  
In Franz Josef angekommen ging es noch vor dem Check In im Hostel zu einer Besprechung für den nächsten Tag, denn da sollte großes auf uns warten, wenn man denn auch dafür bezahlt hatte.

Hoch hinaus

Um genügend Zeit für diverse Aktivitäten zu haben, plant KiwiExperience grundsätzlich zwei Nächte  in dem kleinen Örtchen ein.
Ich habe mir diese Chance nicht entgehen lassen und habe mich für den "Heli Hike" entschieden. Dabei handelt es sich um eine gut 3 stündige Wanderung über den Gletscher.

Der Franz Josef Gletscher wurde nach dem österreichischen Entdecker Franz Josef dem 1. benannt, der um circa 1860 mit seinem Schiff "Mary Lousia" Neuseeland erreichte.

Bevor es für mich und einige weitere auf den Gletscher ging, wurden wir erneut eingewiesen und uns wurde alles rund um unsere Wanderung auf dem Gletscher erklärt. Zudem bekamen wir unsere Ausrüstung. Diese bestand aus Sicherheitsschuhen mit abnehmbaren Stollen, Winterjacke und -hose, einer Mütze und Handschuhen. Zudem bekamen wir eine kleine Umhängetasche, um persönliche Gegenstände wie Kameras, Trinkflaschen und/oder ähnliches zu transportieren. Fertig ausgerüstet ging es dann zu einer großen freien Fläche, wo wenige Minuten später zwei Helikopter landeten, um uns auf den Gletscher zu fliegen.

Hubschrauber Landeplatz im Tal

Hubschrauber Landeplatz auf dem Gletscher

Der Flug auf den Gletscher dauert nur 4 Minuten und dann findet man sich auch schon im Eis wieder, wo man als erstes seine Stollen unter die Schuhe klemmen muss, weil man ansonsten garnicht vorwärts käme.
Und dann ging die Wanderung über den Gletscher los. Vor uns war immer der Gletscher-Führer, der uns den Weg wies und viel über die gewaltigen Eismassen zu erklären wusste.


Tourist


Bis zu 30m hoher Schacht zum durchlaufen

Auch wenn sich das alles toll lesen und anschauen lässt, gibt es dennoch die traurige Realität. Durch die Erderwärmung wird der Gletscher von Tag zu Tag immer kleiner und eines Tages wird er vermutlich gar nicht mehr existieren. Dann sind 12km und unwiegbar viele Tonnen Gletscher verschwunden.
Trotzdem war die Wanderung auf dem Franz Josef Gletscher ein unvergessliches Erlebnis!

Dienstag, 16. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 5 - Von Westport nach Lake Mahinapua (24.04.2017)

Cape Foulwind

Früh am Morgen des 24.04. fuhren wir in Westport los und der erste Stop ließ nicht lange auf sich warten. Nach circa 15 Minuten erreichten wir das Cape Foulwind, wo wir erst einmal entlang der Küste liefen, um "wach" zu werden.
Am Wegesrand kann man fast jeden Tag eine Kolonie von Seelöwen beobachten, die sich bei Sonnenschein auf den großen Felsen im Wasser sonnen.

Cape Foulwind I

Finde die Seelöwen I

Finde die Seelöwen II

Cape Foulwind II

Nach unserem knapp 90 minütigen Lauf ging es dann weiter entlang der Westküste gen Süden. Vor unserem nächsten richtigen Stop hielten wir noch für einige wenige Minuten an einem Aussichtspunkt an.

Westküste

Truman Track und Truman Beach

Nach einiger Zeit kamen wir dann am Truman Track an. Dieser ist ein kurzer und gut überschaubarer Wanderweg der zum Truman Beach führt. Am Strand muss man sich jedoch gewaltig vor den Wellen in Acht nehmen, denn diese können unerwartet auch mal stärker sein. Und wenn man dann zu nah am Wasser steht, dann ist man nass und zwar vom kleinen Zeh bis zum Haaransatz.
Viel mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen, deshalb gibt es jetzt noch ein paar Bilder.

Truman Beach I

Truman Beach II

Pancake Rocks

Nach etwa 5 weiteren Minuten im Bus erreichten wir die Pancake Rocks (dt.: Eierkuchen-Felsen). Diese Gesteinsformation ist gut 30 Millionen Jahre alt und besteht aus Ablagerungen von Kalksedimenten und Tonmineralien, welche durch eine Landanhebung "nun" aus dem Meer hinaus ragen.
Den Namen verdanken die Felsen den Pancakes. Diese werden in Ländern wie Neuseeland oder den Vereinigten Staaten von Amerika immer übereinander serviert. Wenn man die Felsformationen sieht, dann macht der Name auch durchaus Sinn.

Pancake Rocks I

Pancake Rocks II

Lake Mahinapua (Hotel)

KiwiExperience existiert schon seit über 25 Jahren und an manchen Standorten stoppen sie mit ihren Bussen auch schon so lange. So ist es Tradition im Lake Mahinapua Hotel zu übernachten und zusammen mit der "Reisegruppe" und dem Busfahrer eine Kostümparty zu feiern.
Von mir aus hätte man die "Verkleiderei" auch weglassen können, aber am Ende stellte es sich weniger negativ heraus, als zunächst gedacht.
Eines kann ich schon vorwegnehmen: Es ist sinnvoll, dass der Bus am nächsten Tag verhältnismäßig spät abfährt, denn man kommt erst recht "früh" ins Bett.

Montag, 15. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 4 - Von Kaiteriteri nach Westport (23.04.2017)

Kaiteriteri

Nach einiger Zeit der Überlegung und der Recherche im Internet muss ich leider an dieser Stelle sagen, dass es über das kleine Dorf Kaiterteri nicht viel zu berichten gibt.
Das Dorf besteht hauptsächlich aus Unterkünften, einem kleinen Einkaufsladen und Restaurants. Doch warum schreibe ich dann über Kaiteriteri und warum haben wir dort für die Nacht gestoppt?
Es lohnt sich einfach den Strand und die Umgebung Kaiteriteris mal gesehen zu haben, wie folgende Bilder beweisen.






Auf in Richtung Westport

Pünktlich um 10:30 Uhr rollte der Bus los und wir fuhren entlang des Abel-Tasman-Nationalparks gen Süden.
Der einzige Erwähnenswerte Stop auf der ca. 300km langen Strecke ist Lake Rotoiti. Der mit ca. 15 Quadratkilometer große See war perfekt für unsere "Mittagspause" geeignet.


In Westport angekommen hatten wir dann Zeit uns um unser Abendbrot zu kümmern und danach ging es an den Strand. Doch was will man im dunklen am Strand?
Unserer Busfahrer hatte uns am Abend dazu eingeladen, ein Feuer am Strand zu machen, da er die dazu nötige Lizenz hat. Und als weitere kleine Überraschung brachte er noch Marshmallows mit.


Dieses Bild stammt wirklich von diesem Abend, aber leide habe ich es nicht aufgenommen. 

Samstag, 13. Mai 2017

Auf der Südinsel - Tag 2 & 3 - Von Christchurch über Nelson nach Kaiteriteri (21. und 22.04.2017)

Von Christchurch nach Nelson? (21.04.2017)

Am Morgen des 21. Aprils war es dann endlich soweit und meine Reise mit "KiwiExperience" sollte beginnen.
Laut Büro des Reiseveranstalters sollte mich der Bus um 07:30 Uhr abholen. Pünktlich, wie es sich für einen Deutschen gehört, stand ich bereits 15 Minuten eher bereit. Die Zeit verging, aber es kam kein Bus. Also schaute ich noch einmal in den Busfahrplan. Dieser zeigte mir eine Abfahrtszeit von 07:40 Uhr, allerdings war es zu diesem Zeitpunkt schon später. 
Genau um 08:00 Uhr rief ich dann das Büro von "KiwiExperience" an, um mich zu erkundigen, wo der Bus denn sei. Den Anruf hätte ich mir allerdings auch sparen können, denn genau in diesem Moment kam ein grüner Bus auf mich zugefahren um mich "einzuladen". 
Fairer Weise muss man an dieser Stelle einmal sagen, dass sich während meiner gesamten Reise lediglich zwei Buse verspätet hatten. 

Der erste Tag an Bord war allerdings nicht sonderlich spannend, da die Strecke mit reichlich 450km für neuseeländische Verhältnisse lang ist und die Fahrer sich an ihre Lenkzeiten halten müssen, so dass wenig Zeit für besondere Abstecher war. 
Ich hatte also ausreichend Zeit, um meine Nase an die Fensterscheibe zu drücken und die Landschaft zu genießen. Eventuell bin ich dabei auch ab und zu eingeschlafen, aber das tut jetzt hier erst einmal nicht viel zur Sache. 



Auch wenn ich es vorher nicht für möglich gehalten hätte, wurde der Tag dann doch noch einmal aufregend. 
Als wir am Nachmittag in Nelson angekommen waren, fragte ich den Fahrer, wann mein Bus am Folgetag nach Kaiteriteri losfährt. Er schaute mich jedoch nur verdutzt an und teilte mir mit, dass ich bereits vorher, bei einem kurzen Zwischenstopp, den Bus hätte wechseln müssen. 
Ich wies dann auf den Reiseplan im Internet hin, der meiner Auffassung jedoch recht gab.
Das Ende vom Lied war, dass am nächsten Tag ein anderer Bus extra in Nelson stoppt, um mich mitzunehmen. 
Auch wenn es in diesem Moment recht blöd für mich war, bin ich jedoch im Nachhinein ganz froh über meinen extra Stopp, denn so konnte ich die Stadt Nelson sehen. 
Viel passierte an diesem Tag dann auch nicht mehr, denn meine "Neuplanung" der Reiseroute dauerte eine ganze Weile. 
Allerdings hatte ich gerade so noch genug Zeit, um mir den Sonnenuntergang am Hafen von Nelson anzuschauen.


Von Nelson nach Kaiteriteri (22.04.2017)

Da mich der Bus erst nachmittags am Hostel abholen sollte, nutze ich den Vormittag, um in Ruhe durch Nelson zu laufen.
Viel zu sehen gibt es in Nelson jedoch nicht, so dass mein Spaziergang durch die Stadt relativ schnell sein jähes Ende fand.

Da ich immer noch genügend Zeit hatte, bin ich also in die nächst beste Touristeninformation und habe mich nach Wanderwegen erkundigt. Am Ende habe ich mich dann für "The Centre of New Zealand" entschieden. Dieser Wanderweg führt auf einen der höheren Hügel um Nelson und ermöglicht einem, das Stadtgebiet von oben zu sehen.


Die Frage die sich mir beim "The Centre of New Zealand" (deutsch:"Das Zentrum Neuseelands") jedoch stellt ist, ob es wirklich der Mittelpunkt des Landes ist.
Die ersten europäischen Siedler bestimmten Nelson als Zentrum. Jedoch waren die Messmethoden um 1870 noch nicht so weit fortgeschritten, so dass sich die damaligen Forscher um ein paar Kilometer vertan haben. 1962 fand man dann das tatsächliche Zentrum Neuseelands. Es liegt ungefähr 40km entfernt von Nelson, nahe Spooners Range.

Pünktlich um 15:30 Uhr wurde ich dann vom Bus abgeholt und es ging ins circa 60km entfernte Kaiteriteri.
Bei einer Übertragung eines Rugby Ligaspieles haben wir dann den Tag ausklingen lassen.